Trans-Mediterranea 2011

Tag 1
Um 6Uhr morgens klingelt das Handy und weckt mich zum Abenteuer Trans Med. Schnell ein Kaffee, Geko(KTM 990 Adv.) beladen und mich von meinen zwei Frauen verabschieden.
Dann ging es los Richtung Genf. Mein Zuhause hatte ich seit einer Stunde nicht mehr im Spiegel, als Geko plötzlich hinkte? Fängt ja gut an! Erster Hinterreifen geplatzt! Nach not Reparatur konnte ich bei einem netten VW Händler in Avenches, das zerfetzte Felgenband, mit Panzerband reparieren und den Schlauch austauschen. Mit rund 1 1/2h Verspätung war der neue Treffpunkt auf dem Col des Aravis. Am Mittag stiess ich auf den Rest der Truppe. Hallo sagen und kurze Zeit später fuhren wir weiter mit der ersten Schotterrunde. Nach wenigen Kilometern fühlte ich mich schon puddelwohl, so dass ich keine Pfütze ausliess um Geko eine neue Farbe zugeben. Am Col de la Madeleine wurde der Dreck, während der Kaffeepause, von einem heftigen Gewitter mit Hagel wieder runter gespült. Aber schon auf dem Weg zu Camp 1, wurde die KTM neu lackiert. Im Camp am Lac du Loup, angekommen hiess es, Debriefing, Zelt aufbauen, Essen und den Tag ausklingen lassen.
 
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Tag 2
Gut geschlafen kann ich nicht sagen. Ca. um 5Uhr weckte mich der harte Untergrund meiner Matratze. Frühstück am Open Air Buffet, Briefing und ab auf die Mopeds. Nach einer Asphalt Etappe und einer Klopause in Termignon, ging es über Waldwege und Skipisten hoch zum Lac du Mont Cenis. Nach einer kurzen Pause folgte der Anspruchsvollere Teil des Tages. Die Strecke ist mit Steinbrocken gepflastert, so dass wir so richtig durchgerüttelt wurden. So manches Gepäckstück (Zelt+Schlafsack) dachten, dass das zu viel ist und sprangen von der 12er GS runter. MoT1 und MoT5 fuhren zurück, um die verlorene Fracht zu suchen. Wir fuhren inzwischen weiter zum Mittagshalt. Auf einem kleinen Anstieg, legte sich dann die erste GS sanft in die Böschung. Nix passiert, also sofort weiter. Beim Mittagessen stiessen Mot1 und Mot5 mit Zelt und Schlafsack wieder zu uns. Zusätzlich fand Mot1 noch einen rostigen Nagel und so wurde der zweit Hinterradreifen der Tour gewechselt. Nach dem Boxenstopp ging es weiter zum Colle delle Finestre. Misi und Geko konnten sich nicht zügeln und der Finestre wurde rasant bezwungen, vieleicht zu rasant aber auf der Passhöhe war das Grinsen riesen Gross. Nach Asphalt und einer kleinen Schotterrunde trafen wir im Camp 2 ein und wurden von Fäbi und Tinel(Begleitfahrzeug) mit einem super Apero empfangen.
 
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Tag 3
Laut Aussagen von Mot1, steht uns heute der härteste Tag bevor. Vom Camp geht es auf einer schmalen Asphaltstrasse ins Tal. Auf der anderen Seite mit aufwachschotterrund wieder hoch. Weiter auf Belag und X-hundert Kurven wieder Schotter und das Mittagessen aus dem Tankrucksack. Da über den Mittag die Sprengarbeiten im folgenden Marmorsteinbruch eingestellt sind, fahren wir um halb eins los. Es geht kreuz und quer, durch Pfützen und über staubige Pisten wo man es krachen lassen kann. Bei der Abfahrt liegen zum Teil grosse Steine und Platten in der Piste, dann ein Knall, die Front meiner KTM hebt sich in die Luft, bei Bodenkontakt wieder auskorrigieren und wieder ein Knall am Motorenschutz, wieder auffangen. Uhh, Glück gehabt, doch irgendwas kratz beim Ein federn, und siehe da, mein Werkzeugfach am Motorenschutz ist flachgedrückt. Werkzeug umladen, Deckel demontieren und weiterfahrt zum Monte Barontini. (Insider Hang) "Iz wirds öppe 300meter Grob, Löt gnue Abstand zum fordere" So die Aussage von unserm Leader MoT1. Hoch motiviert folge ich Dominic auf seine AT, nach ca. 300m losem Geröll warten Steff und Ivan. Domi und ich halten auch und warten auf den Rest der Bande. War das alles? Nein, aus Mot1 300m wurden sicher 1000m welche es in sich hatten. So landete eine 12er GS in den Heidelbeeren, eine in der Bergböschung und so manche Kupplung rauchte wie ein Kettenraucher. Unsere Lady in der gruppe bezwang den Barontini zu dreiviertel. Bravo Sonja!! Nach der stündigen Quälerei am Barontini kamen wir im Camp 3 an, wo natürlich Pesches 12er GS auf den Namen "Blueberry" getauft wurde und bestimmt jeder gut schlafen konnte.
 
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Tag 4
Das Wetter war an diesem Tag mal nicht so sonnig. Beim Aufbruch gab es schon ein Regenguss. Der Weg führte uns auf die Varaita-Maira-Kammstrasse. Nach den ersten Schotterkilometern wartete der Colle del Birrone auf uns. Durch den Regen wurde die Auffahrt sehr seifig und schon lag da das erste Moped in der Gasse. Es folgte ein kleines Sturzfestival wobei div. klein Teile und ein Seitenkoffer zu Bruch gingen. Nach dem Mittagessen besserte sich das Wetter und die Fahrt über die Maira-Stura-Kammstrasse machte richtig spass. Viele Pfützen, kleine Drifts und ein schönes Schlammloch, welches Mot6 und ich gerne bezwungen hätten, jedoch noch nach meiner Reko, von MoT5 verhindert wurde. Nach den zahlreichen Stürzen im Gelände und auf dem Asphalt war sicher jeder froh das Camp im Fort-Central erreicht zu haben. Den Tag schlossen wir mit einem Essen und Bier, in den Mauern des Fort ab.
 
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Tag 5
Heute ruft die LGKS. Wie jeden Tag fahren wie um halb neun los. Doch schon nach wenigen 100metern Stoppt uns ein Barriere. Ist die LGKS etwa geschlossen? Von hinten kommt ein Lastwagen und hält an. Laut Aussagen des Truckers ist die Strasse an mehreren Stellen Verschüttet, also folgt Plan B. Die Ersatzroute führte uns über Schotter nach Tende. Die Strecke wahr mit unzähligen, ca.50cm hohen Querrinnen gespickt, mit leichten Gasstössen hatten Meke, Schmidi und Ich am Schluss des Tross sehr viel Spass. Nach einem Kaffee in Tende, führte uns die E 74 auf Asphalt an unser Ziel, nach Ventimiglia. Nach einem Bad im Meer fuhren wir zurück nach Sospel wo wir mit einem Campingplatz überrascht wurden. Feucht und Fröhlich ging es spät in die Nacht.
 
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Tag 6
Einige der Gäste auf dem Campingplatz waren sicher froh, als wir am Morgen los fuhren. Die Strasse zum Col de Turini war Verkehrs frei und hat trotz Müdigkeit bestimmt jedem Spass gemacht. Der Nase(GPS) nach fuhren wir weiter zum Cime de la Bonette. Nach einer Mittags“jausse“, mit div. Käse, Wurst, Speck und, und, und ging es weiter. Am Parpaillon bekamen unsere Maschinen wieder Steine unter die Stollen. Die Auffahrt war herrlich, und wurde problemlos von jedem gemeistert. Aber der Höhepunkt folgte im Camp 6. Meke und ich bekamen endlich unser Schlammloch. Zuerst mussten das MoT-Mobil befreit werden, danach erhielten die GS800 und Geko ihre Fun-Paket und zum Schluss genossen MoT6 und ich das Spa by Mot-on-Tour. Het Spass gmacht, gäll Meke?! Meh Dräck!!!!
 
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Letzter Tag
Mit nicht mehr so sauberen Kleidern, fuhren wir am Morgen den Letzten Schotterabschnitt. Dan über den Col du Lautaret. Dieser wurde von den Tour de France Fans, vier Tage vor der Durchfahrt besiedelt. Beim Kaffee auf der Passhöhe kam dann der Entscheid: Wegen sehr starkem Verkehr auf der Strasse, direkt  Richtung Heimat.
 
Zum Schluss
 
Diese Woche mit Mot-On-Tour war der Hammer!!! Ich hatte sehr viel Spass und bin glücklich dabei gewesen zu sein. Wir waren ein toller Trupp. Nicht vergessen möchte ich, das Team im MoT-Mbil,  Tinel und Fäbi ihr habt uns super mit Ess-und Trinkbarem versorgt `Merci viiiiiiiiiiilmal`.MoT1, 5 und 6 ihr habt einen geilen Job gemacht! Ich gebe jetzt das Rauchen ganz auf, dann klappt es wohl auch mit der TransMed-2012
 
Gruss Jimmy und Geko
 
 
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