TRANS-ALPiNA 2 - 2008

TRANS-ALPiNA 2 - Autor: Tinu ( Den Trailer zu diesem Bericht gibts hier!)

 

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Vor einigen Tagen – mittlerweile Wochen – bat mich ein gewisser Marc darum, einen Tourbericht zu verfassen über das Erlebte auf der Trans Alpina 2. Wie aber soll ich etwas verfassen, für dass es keine Worte gibt? Etwas nicht zu meiner Zufriedenheit zu machen und in diesem Fall beschreiben zu können widerstrebt mir.

 

 

Tag1: Begonnen hatte es damit, dass ich mich zum Sammelpunkt der Autobahnraststätte Gruyére. In froher Rase-Manier bretterte ich gegen Fribourg und forderte den frisch montierten Stollenpnös alle Haftungsmöglichkeiten ab. Am Sammelpunkt angekommen wurde ich von einer Horde freundlicher GS-Treiber begrüsst. Obwohl M-O-T überhaupt keine Markenbindung präferiert, war der Anteil GS doch sehr hoch, eigentlich fast alle. Das gefiel mir doch sehr gut, nicht wegen der Marke, sondern wegen dem technischen Gleichgewicht innerhalb der Truppe.

 

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Die Anfahrt zu unserer Unterkunft führte uns schon über wunderschöne Pässe und Gegenden auf das wir pünktlich zum Apéro in der Burg irgendwo in Frankreich alle miteinander anstossen konnten. Leider war bereits die Hinfahrt so überwältigend, dass ich mir nicht einen einzigen Pass merken konnte. Naja… irgendeiner weiss es sicher noch.

 

 

 

Tag2: Noch bevor sämtliche Tourmitglieder aufgestanden sind, begann ich den Tag wie jeden Tag mit meinen Morgenübungen – während der eine joggt, mache ich halt Übungen. Nach einigen Kaffes ging es mit der einen Gruppe auf den Übungsplatz, um das Endurofahren von Anfang an zu lernen. Aber aus irgendeinem Grund landete ich schon in der Gruppe für Fortgeschrittene, die sich auf den Weg zum Parpaillon machte. Nach einer wieder wunderschönen Hinfahrt fing der Offroad-Teil nach dem Lunch an. Das erste Mal wieder Schotter seit mehreren Monaten und das zweite Mal sowieso… hach, wie war ich nervös. Während ich beim Rauffahren wesentlich weniger Probleme hatte und mir persönlich der Tunnel des Parpaillon viiieel zu früh erschien, hatte ich umso grössere Problem beim Herantasten an die Grenzen beim Runterfahren.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Aber nochmals zurück zum Zeitpunkt „Ankunft beim Parpaillon“. Dazu muss ich mal schnell ausholen um dies richtig beschreiben zu können. Auf der einen Seite gibt es Enduros für Schotter und Strassenmaschinen eben nicht für Schotter. Ich fahre beides, neben der GS darf ich auch eine aufgefrischte 84er GPZ900R mein Eigen nennen und wer mich kennt, weiss wie sehr ich diese Maschine liebe und dies seit ich sie als Schuljunge das erste mal beim Kawa-Händler sah (damals war ich in der 6. Klasse und wer nun richtig rechnet, weiss sogar wie alt ich bin). Nun bringt mich nichts derart zum Grinsen, wie wenn ich die alte Ninja-Dame auf Trab bringe. Der Vergleich zu der Ankunft auf dem Parpaillon hinkt ein wenig, weil ich meiner GPZ900R einfach verfallen bin, trotzdem war die kurze Fahrt hinauf auf den Parpaillon so genial, dass es wohl zu einem Teil von mir wurde und von einem Gefühl begleitet wurde, wie ich es auf meiner GPZ nie erleben werde. Wie schon erwähnt hatte ich beim Runterfahren nicht gerade dieselben Freuden. Aber auch da: plötzlich fand ich auch da wieder den Tritt und hatte meine helle Freude daran. Das Apéro am Abend war meiner Meinung nach verdient.

- es ist keine Bildbeschreibung verfügbar -Tag3: beginnt mit Morgenübungen für mich, ist ja klar und endet für mich bis heute mit einer Enttäuschung. Begonnen hatte alles wie immer wunderbar, und einer Schotterfahrt, die ich nicht beschreiben kann, weil es dafür keine Wörter gibt. Für einen Spinner wie mich, könnte man es vielleicht vergleichen mit einer nagelneuen GPZ900R ohne einen Kilometer auf der Uhr. Aber das ist für jeden anders. Die Fahrt auf der Assietta war für mich eines der absolut schönsten Erlebnisse meines bisherigen Lebens. Ich will unbedingt wieder da hin. Soviel ist klar. Aber auch dieses Erlebnis endete spätestens im Tal.

 

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Unten im Tal durften wir uns entscheiden, wie wir zurückfahren wollten, ob den gleichen Weg zurück über die Assietta oder über normale Strassen. Zu meiner heute feststellbaren grossen Frustration, entschied ich mich blöderweise für die Strasse. Vielleicht weil es grad so schön bequem war oder weil ich dachte, dass ich demnächst vom Bock fallen könnte. Aber eben, nächstes Jahr habe ich die Gelegenheit hoffentlich nochmals, daran teilzunehmen. Das Apéro hätte ich mir besser verdienen können.



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Tag4: ich lass die Morgenübungen gleich weg, bin schon genug frustriert, dass es schon wieder Richtung Heimat, Büro und Alltag geht. Zu allem Überdruss fängt auch noch wie aus Kübeln zu giessen und irgendwo zwischen kleinen und grossen St. Bernhard werden die Regenkombis gesetzt. Aufgrund des immensen Regens, entschlossen wir uns den Tunnel durch den St. Bernhard zu nehmen. Als wollte mir jemand sagen, dass ich mich in die falsche Richtung bewegte, endete die Trans Alpina gar nicht so, wie sie begonnen hatte. Nämlich a) viel zu früh und b) viel zu nass.

Nächstes Jahr meine Damen und Herren, werde ich wieder mit M-O-T unterwegs sein. Auf Schotter und Strasse. Ich freue mich.